Als jüngster der drei Söhne von Gisela und Günter in Lembeck im schönen Münsterland geboren,
unter dem Weihnachtsbaum im Alter von 3 Jahren die erste Trommel bekommen.
KindIm Kindergarten umgestiegen auf Gitarre und war damit der Schwarm aller 3- 5-jährigen Mädels. Allerdings bin ich über drei Griffe/Akkorde nie hinaus gekommen. Aber für 5-jährige reichte das ja auch. Mit grün-braunen Augen und smarter Frisur ging es in die Grundschule. Hier habe ich Musik erst mal Musik sein lassen und mich mehr der Unterhaltung gewidmet. Die Noten waren nicht das Wichtigste, mehr der Spass. Frisur, Sport, Mädels, Pausenclown: alles prima. Nur die Noten waren mehr Durchschnitt. Na ja, für die Realschule hat es als Qualifikation noch gereicht. Der Ernst des Lebens beginnt. Mathe, Deutsch, Englisch: nicht unbedingt Lieblingsfächer – aber was sein muss, muss sein.
Einschulung
Klassensprecher für 3 Jahre – der kleine Streber mit Redekunst und Spass an
Unterhaltung kommt sowohl gut an als auch durchs Leben. Hobby: nach wie vor Sport – leidenschaftlicher Fussballspieler. Ehrgeizig, zielstrebig und als Linksaussen auch torgefährlich. Die Musik ist mittlerweile auch wieder ein festes Hobby geworden. Back to the roots – wie damals unterm Weihnachtsbaum: die Trommel ruft!!!!!!!! Musikschule und Privatlehrer. Das Geld dafür wird beim Zeitungen-Tragen verdient. Morgens um 4.30 Uhr schellt der Wecker und ich bin um 6.00 Uhr mit frischen Brötchen wieder zu Hause. 

Als Schlagzeuger wird mit 2 Freunden die erste Band gegründet.
Die „PEPPERONIES“ erobern die ersten Silberhochzeiten. Schlagzeug, Orgel und Gitarre machen alles Freundeunsicher. Norbert (Gitarrist u. Band - Ältester) ist 19 und fährt uns mit seinem Anhänger zu jedem Auftritt. Wir, Reinhard (Orgel) und ich (Schlagzeug) sind zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre jung. Proben 2x in der Woche nach der Arbeit. Jeder von uns singt, wobei Norbert mehr Rock und Pop macht – wie Brian Adams und Scorpions und ab und zu mal Drafi Deutscher. Für mich ist immer die Schmuse-Abteilung übrig – wie Howard Carpendale, The Moonbeats, Roland Kaiser, Ibo oder Die Flippers. Reinhard singt immer die 2. Stimme – egal von wem. Unsere Band bleibt 5 Jahre lang zusammen. Danach trennen uns die beruflichen Wege. Schade....

Für mich geht’s aber weiter. Die neue Band heißt jetzt „BLEIFUSS“ . Liegt daran, weil wir, dass sind: HochzeitAndreas S. (Keyboard), Roland N. (Gitarre), Dieter G.(Bass) und ich (Schlagzeug) viel unterwegs sind und immer Vollgas geben. Stephanie und ich heiraten im Alter von 23 Jahren und wir sind uns darüber einig, dass wir junge Eltern sein wollen. Mit 25 sind wir Eltern. Unsere Tochter Lara wird geboren und 5 Jahre später unser Sohn Nikolas. Es wird natürlich weniger mit der Musik, ich höre dann schliesslich auf bei der Band, weil Familie vorgeht. Auch mein Beruf ändert sich aus familiären Gründen. Mein ursprünglicher Beruf; Fachkraft für Lebensmitteltechnik ist Schichtarbeit und irgendwie nichts mehr für mich. Ich entscheide ich mich für eine weitere Ausbildung zum Fliesen- Platten- und Mosaikleger. Dieser Beruf ist sehr vielseitig und lässt mich Gott sei Dank jeden Abend zu Hause sein.

Als ich mich dann so ganz ohne Musik auch nicht mehr so wohl fühle - fehlt doch - bietet sich die Möglichkeit, beim örtlichen Karnevalsverein als Moderator und Sitzungspräsident
mit zu machen. Dieses Amt zu bekleiden, die Menschen eine Zeit aus dem Alltagstrott zu holen und Sie Karnevalmit einem Programm aus Witz, Büttenreden, Tanz und Musik zu unterhalten, ist einfach toll. Die Freude in den Augen derer, die über sich selber, die Politik und die im Leben alltäglich passierenden Dinge lachen, und für die man dann auch noch singen darf, ist ein Gefühl, das ich nicht mehr missen möchte. Seit mehreren Jahren mache ich dies mit wachsender Begeisterung und fahre mit den Prinzenpaaren zu weiteren Veranstaltungen befreundeter Vereine. Diese Kontakte und damit verbundenen Auftritte unsererseits, führten dann auch dazu, viele namhafte Personen aus Karneval, Politik und Musik kennen zulernen. Nach der einen oder anderen Unterhaltung, in der ich viel Lob und Zuspruch für meine Moderation und Gesangseinlagen einheimste, fragte mich Detlev Balzers, der
Vorsitzende des Coerder Carnevals Club Münster, ob ich mir vorstellen könnte, die Nachfolge des auf tragische Weise ums Leben gekommenen FDP Politikers Jürgen W. Möllemann, der eben auch lange Jahre Sitzungspräsident des Vereins war, anzutreten.
Man sei nun drei Jahre lang auf der Suche nach einem Nachfolger gewesen und denke, dass man in meiner Person „den Richtigen“ gefunden hat.
„Mein lieber Scholli“, ich habe natürlich ja gesagt nachdem ich das habe sacken lassen; ein kleiner Junge aus Reken auf der Karnevalsbühne in Münster/Coerde, als Nachfolger des Sitzungspräsidenten Jürgen W. Möllemann, wouhww. Mit dieser Auszeichnung bestätigt sich für mich nur eins ; dass Ausdauer, Zielstrebigkeit, Fleiß, Mut und Qualität sich bezahlt machen.

Und siehe da, im Sommer 2007 lernte ich durch Zufall das Produzentenpaar Claudia Stern und Wolfgang Pentinghaus kennen, die mir einen Vertrag auf ihrem Label anboten. Erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die aktuelle Single "Für Dich bewerb' ich mich als Engel im Himmel", super Titel, passt zu mir. Am Ball bleiben heißt also die Devise und an sich und das Gute im Menschen und im Gegenüber glauben. Eine Tugend, die eigentlich uns Deutsche auszeichnet, und die einige nach dieser grandiosen Fussball WM wieder für sich neuentdeckt haben, aber noch viele wieder neu entdecken sollten.

Herzlichst Euer

Frank Andreas